Die ESA gab am 2. März bekannt, dass bis zu 100 Millionen Euro (118 Millionen US-Dollar) für Projekte bereitgestellt werden, die die Konvergenz von Satelliten- und terrestrischer Kommunikation beschleunigen sollen.
Das Förderprogramm wird in Partnerschaft mit der GSMA Foundry umgesetzt, der Innovationsplattform des Mobilfunkverbands, die Betreiber, Anbieter und Start-ups zusammenbringt, um neue Technologien zu entwickeln und zu vermarkten.
Die Verbindung der Reichweite der Mobilfunkbranche mit dem Weltraum-Know-how der ESA soll dabei Konnektivität auf ein neues Level heben; dazu fanden auch Live-Demonstrationen im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona, Spanien, statt.
Die ESA ging 2024 erstmals eine Partnerschaft mit der GSMA Foundry ein, um ihre Programme zur weltraumgestützten Konnektivität mit dem Mobilfunksektor zu verknüpfen. Dabei wurden branchengeleitete Herausforderungen und Demonstrationen mit Fokus auf die Integration von Satelliten und terrestrischen Netzwerken etabliert.
Die erweiterte Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund umfassenderer Bemühungen in Europa, seine Position im aufkommenden D2D-Markt zu stärken, während das US-Unternehmen SpaceX durch Partnerschaften mit terrestrischen Telekommunikationsanbietern und den Ausbau des Zugangs zu Mobilfunk- und Satellitenspektrum seine Dienste schnell ausbaut.
Denn die Telekom erweitert ganz praktisch schon jetzt ihre Netzabdeckung durch satellitengestützte Direktkonnektivität. In Partnerschaft mit Starlink bringt die Deutsche Telekom Mobilfunk in Gebiete, in denen der Netzausbau besonders anspruchsvoll ist – etwa aufgrund von Naturschutzauflagen oder schwieriger Topografie.„Wir bieten unseren Kunden bereits heute das beste Mobilfunknetz. Und wir investieren weiterhin stark in den Ausbau unserer Infrastruktur“, sagt Abdu Mudesir, Vorstand Product and Technology der Deutsche Telekom AG. „Gleichzeitig gibt es Regionen, in denen der Ausbau aufgrund topografischer Gegebenheiten oder behördlicher Auflagen besonders komplex ist. Auch dort wollen wir zuverlässige Konnektivität für unsere Kunden sicherstellen. Deshalb ergänzen wir unser Netz strategisch um Satellite-to-Mobile-Konnektivität. Für uns ist klar: Konnektivität schafft Sicherheit und Vertrauen. Und die liefern wir. Überall.“
„Wir freuen uns sehr, in Partnerschaft mit der Deutschen Telekom zuverlässige Satellite-to-Mobile-Konnektivität in zehn Ländern, für Millionen von Menschen bereitzustellen „, sagt Stephanie Bednarek, VP of Starlink Sales. „Diese Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Europa, die Starlinks V2 next-generation Technology einführt. Sie bringt Daten, Sprache und Messaging direkt auf das Mobiltelefon.“
Der Dienst wird ausschließlich im MSS-Spektrum (Mobile Satellite Service) von Starlink betrieben. Die geplanten Direct-to-Device-Dienste werden es künftig kompatiblen Smartphones ermöglichen, sich direkt mit den Satelliten zu verbinden. Wenn ein modernes Smartphone sein normales terrestrisches Mobilfunksignal wie zum Beispiel 5G verliert, wechselt es automatisch in das Satellitennetz von Starlink – und ermöglicht so den Zugang zu Daten-, Video-, Sprach- und Messaging-Diensten. Damit entsteht eine zusätzliche Verbindungsebene für Daten- und Sprachdienste jenseits der klassischen Mobilfunkabdeckung. Die Zahl kompatibler Endgeräte in Europa wird im Vorfeld des geplanten Starts 2028 stetig wachsen. Starlinks V2-Satellitenkonstellation der nächsten Generation soll bis dahin bereitstehen.
Durch die Integration satellitengestützter Mobilfunkkonnektivität erhöht die Telekom auch die Resilienz ihres Mobilfunknetzes und bietet Kunden zusätzliche Sicherheit – insbesondere in außergewöhnlichen Situationen wie Naturkatastrophen, bei längeren Stromausfällen und in Kriegsumgebung. Im Gegensatz zu bestehenden und geplanten anderen Konstellationen ist das gewaltige Netz der bis auf 42.000 Satelliten anwachsenden Starlink-Konstellation geradezu „unkaputtbar“: Resilienz auf Ultra-Niveau.
Das „Überall-Netz“ von Starlink und Telekom startet Anfang 2028 in mehreren europäischen Telekom-Märkten, darunter auch Deutschland.
Quelle u.a.: