Rocket Lab Corporation gab am 30.3.2026 bekannt, dass es die behördliche Genehmigung für die Übernahme der Mynaric AG („Mynaric“)erhalten hat.
Die Transaktion wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geprüft und genehmigt; Rocket Lab erwartet den Abschluss der Übernahme im April.
„Der Erhalt der behördlichen Genehmigung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Übernahme von Mynaric“, erklärte Rocket Lab Gründer und CEO Sir Peter Beck. „Laserkommunikation ist ein entscheidender Faktor für die Satellitenkonstellationen von heute und morgen, und Rocket Lab wird sie in großem Maßstab verfügbar machen. Wir freuen uns darauf, mit dem Mynaric-Team zusammenzuarbeiten, damit wir optische Terminals in der Menge und Geschwindigkeit bereitstellen können, die kommerzielle und staatliche Satellitenkunden in Europa und unseren bestehenden Märkten verlangen.“
Laserkommunikation ist ein Schlüssel für Satellitenkonstellationen, stellt aber für Betreiber von Konstellationen eine Herausforderung in der Lieferkette dar, da Produkte bislang nicht in großen Stückzahlen zu erschwinglichen Preisen verfügbar sind. Rocket Lab will das mit den optischen Terminals von Mynaric nun auch für eine wachsende Kundschaft und große Konstellationen erreichen.
Mynaric wird nach Abschluss der Transaktion seinen Hauptsitz weiterhin in München, Deutschland, behalten. Damit schafft Rocket Lab seinen ersten europäischen Standort. Besonders im Fokus der neuen Abteilung für Laserkom dabei: Iris2 der EU-Kommission, europäische LEO-PNT Demonstratoren, sowie die kommenden Konstellationen und andere Weltraumprojekte der deutschen Bundeswehr.
In den USA ist Rocket Lab mit Mynaric bereits im Geschäft und liefert CONDOR Mk3-Optikterminals für die 1,3 Milliarden US-Dollar schweren Hauptverträge mit der Space Development Agency (SDA) zur Herstellung von 36 Satelliten in den Programmen Transport Layer-Beta Tranche 2 und Tracking Layer Tranche 3. Mynaric beliefert auch weitere SDA-Verträge, und Rocket Lab sowie Mynaric teilen sich zahlreiche Kunden aus dem Bereich kommerzielle Konstellationsbetreiber, Satellitenhersteller sowie Verteidigungs- und zivile Regierungsbehörden. Rocket Lab beabsichtigt, die Produktion zu skalieren und die bestehende Fertigung von Mynaric effizienter zu gestalten. Rocket Lab CEO Peter Beck betonte, es gehe bei dieser Übernahme nicht nur um Technologie, sondern darum, einen globalen Marktführer zu schaffen, der amerikanische Geschwindigkeit mit europäischer Ingenieurskunst vereint.
Mit der Genehmigung von Katharina Reiche kann Rocket Lab die Übernahme des Münchner Laserkommunikationsspezialisten Mynaric AG abschließen. Denn mit diesem regulatorischen Meilenstein ist die letzte Hürde für einen etwa 150 Millionen US-Dollar schweren Deal genommen, dessen Abschluss für Mitte April 2026 geplant ist.
Mit der Entscheidung hat das Wirtschaftsministerium auch der strukturellen Gründung von Rocket Lab Europe den Weg bereitet. Und Rocket Lab insgesamt, für das der europäische Brückenkopf in Zukunft steht, ist als Weltkaufhaus der Raumfahrttechnik weit mehr als nur ein Anbieter optischer Kommunikation, sondern konkurriert mit europäischen Unternehmen generell auf den Feldern von Kompoenten und Subsystemen.
Das Unternehmen erwartet, dass Rocket Lab Europe künftig als halbautonome Division agiert und in der Lage sein wird, Mitfinanzierungen eigener Investments aus den Steuergeldkassen europäischer Staatsfonds zu akquirieren.
Quelle u.a.: https://rocketlabcorp.com/updates/rocket-lab-receives-regulatory-approval-to-acquire-mynaric/