„Jenoptik ist operativ gut in das Jahr 2026 gestartet. Wir sehen seit Jahresbeginn eine sehr dynamische Nachfrage in unseren OEM-Geschäften, insbesondere von Seiten der Halbleiterausrüstungsindustrie. Auch wenn sich diese sehr hohe Dynamik voraussichtlich so nicht fortsetzen wird, haben wir damit eine gute Basis für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2026“, kommentiert Dr. Prisca Havranek-Kosicek, Finanzvorstand der JENOPTIK AG. „Ungeachtet dessen werden wir uns weiter auf unsere relevanten mittelfristigen Wachstumspotenziale in unseren Kernmärkten Halbleiter-, Medizin-, Mess- und Verkehrstechnik konzentrieren. Neben der KI-getriebenen Nachfrage nach Halbleitern gehören hierzu unter anderem Anwendungsbereiche wie optische Datenkommunikation, Verteidigung und auch AR/VR“, so Dr. Ralf Kuschnereit, Mitglied des Vorstands der JENOPTIK AG.
Umsatz noch leicht unter Vorjahr – Profitabilität deutlich verbessert
Der Photonik-Konzern Jenoptik erzielte im 1. Quartal 2026 einen Umsatz von 241,2 Mio Euro, der damit leicht unter dem Vorjahreswert lag (i. Vj. 243,6 Mio Euro).
Die Strategische Business Unit (SBU) Semiconductor & Advanced Manufacturing verzeichnete vor allem aufgrund eines stärkeren Geschäfts mit Kunden im Inspektionsbereich der Halbleiterausrüstungsindustrie ebenso wie die SBU Smart Mobility Solutions deutlich höhere Umsätze.
Der Umsatz der SBU Biophotonics lag vor dem Hintergrund eines sehr starken, durch das Dentalgeschäft beeinflussten Vergleichsquartals unter dem Vorjahreswert. Auch die SBU Metrology & Production Solutions verzeichnete angesichts einer immer noch schwierigen Marktsituation in der Automobilindustrie einen Umsatz unter dem Vorjahresniveau.
Angesichts eines verbesserten Produktmixes, des Wegfalls einmaliger Umzugskosten in Bezug auf das neue Werk in Dresden und der im vergangenen Jahr ergriffenen Kostensenkungsmaßnahmen stieg das EBITDA des Konzerns im 1. Quartal deutlich um 22,5 Prozent auf 44,4 Mio Euro (i. Vj. 36,2 Mio Euro). Die EBITDA-Marge lag bei 18,4 Prozent (i. Vj. 14,9 Prozent).
Das Konzernergebnis nach Steuern stieg auf 16,8 Mio Euro (i. Vj. 9,2 Mio Euro). Das Ergebnis je Aktie des Konzerns betrug dementsprechend 0,29 Euro (i. Vj. 0,16 Euro).
Sehr starker Auftragseingang in den OEM-Geschäften
Der Auftragseingang des Konzerns lag im 1. Quartal 2026 mit 356,9 Mio Euro auf einem sehr hohen Niveau und um 74,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 204,6 Mio Euro. Hierzu trug vor allem eine starke Nachfrage in der SBU Semiconductor & Advanced Manufacturing bei, die unter anderem durch einen Großauftrag begünstigt war. Auch die SBU Biophotonics verzeichnete einen deutlich höheren Auftragseingang, sowohl im Medizintechnik & Life Science- als auch im Verteidigungs-Bereich.
Die Book-to-Bill-Rate des Konzerns betrug im 1. Quartal 1,48 (i. Vj. 0,84). Dementsprechend erhöhte sich der Auftragsbestand auf 719,2 Mio Euro (31.12.2025: 590,8 Mio Euro).
Die Investitionen blieben mit 10,1 Mio Euro erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahreswert von 14,4 Mio Euro und entfielen vor allem auf technische Anlagen und Maschinen.
Free Cashflow durch Vorratsaufbau beeinflusst; Finanz- und Bilanzqualität weiter sehr gut
Der Free Cashflow vor Zinsen und Steuern war im 1. Quartal angesichts der deutlich anziehenden Nachfrage vor allem durch den Aufbau von Working Capital beeinflusst und lag trotz planmäßig reduzierter Investitionen mit 15,9 Mio Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 28,9 Mio Euro.
Mit einer Eigenkapitalquote von 60,4 Prozent (31.12.2025: 60,2 Prozent), einer Nettoverschuldung von 313,0 Mio Euro (31.12.2025: 317,4 Mio Euro) sowie einem Leverage (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 1,6x (31.12.2025: 1,6x) verfügt Jenoptik weiter über sehr gute Finanz- und Bilanzrelationen.
Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt
Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr ist unverändert durch hohe Marktunsicherheiten aufgrund von schwer abschätzbaren makroökonomischen und politischen Entwicklungen beeinflusst.
Für den Jenoptik-Konzern geht der Vorstand davon aus, dass im Geschäftsjahr 2026 angesichts der starken Wachstumsplattformen in den Kernmärkten Halbleiter-, Medizin-, Mess- sowie Verkehrstechnik sowohl eine Steigerung des Umsatzes als auch eine Verbesserung der EBITDA-Marge erreicht werden können. In Bezug auf die für Jenoptik wichtige Halbleiterausrüstungsindustrie wird u. a. durch die angekündigten massiven Investitionen in Datencenter eine positive Entwicklung erwartet.
Auf dieser Basis erwartet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich (i. Vj. 1.046 Mio Euro). Er geht außerdem davon aus, dass die EBITDA-Marge zwischen 19,0 und 21,0 Prozent liegen wird (i. Vj. 18,4 Prozent). In Bezug auf Investitionen wird erwartet, dass diese im Geschäftsjahr 2026 leicht unter dem Vorjahresniveau von 77,4 Mio Euro liegen werden.
Portfolioveränderungen sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt.
Quelle: Presseinformation Jenoptik