Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung am 8. Juni haben die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und der Europa-Park ihre Zusammenarbeit offiziell ausgebaut. Ziel der Partnerschaft ist es, europäische Raumfahrt, technologische Innovation und öffentliche Wissensvermittlung enger miteinander zu verknüpfen.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung in Rust von ESA-Betriebsdirektor Rolf Densing in Vertretung von ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher sowie von Roland Mack, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Park. An der Zeremonie nahmen zudem Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär, ESA-Direktor für Technologie, Engineering und Qualität Dietmar Pilz sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus der Industrie teil.
Die Absichtserklärung markiert einen weiteren Schritt in einer Partnerschaft, die auf gemeinsamen europäischen Werten basiert. ESA und Europa-Park, die beide im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierten, verbindet ein gemeinsames Verständnis von Zusammenarbeit, Exzellenz, technologischer Entwicklung und Innovationskraft. Künftig wollen beide Institutionen die Faszination europäischer Raumfahrt in den interaktiven Formaten eines neu entstehenden Themenparks „Raumfahrt“ im Freizeit-Park Rust einem breiten Publikum zugänglich machen.
Im Mittelpunkt der Vereinbarung stehen insbesondere Bildung, Wissenschaftskommunikation und die Weiterentwicklung innovativer Besuchserlebnisse. Dabei trifft die Raumfahrt-, Forschungs- und Technologiekompetenz der ESA auf die langjährige Erfahrung des Europa-Park in der anschaulichen und interaktiven Vermittlung komplexer Themen an ein breites Publikum.
ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher erklärte anlässlich der Unterzeichnung: „Europas Stärke liegt in seiner Fähigkeit, gemeinsame Visionen in konkrete Realität zu überführen. Die ESA steht in besonderer Weise für dieses Prinzip, indem sie Technologie, Zusammenarbeit und Inspiration über nationale Grenzen hinweg zusammenführt. Der Europa-Park verkörpert diesen Geist auf eigene Weise als Ort, an dem Ideen erlebbar werden und Menschen zusammenkommen. So entsteht ein Umfeld, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern neue Perspektiven eröffnet – für junge Menschen, für Familien und für alle, die die Zukunft aktiv mitgestalten wollen.“
Roland Mack, Inhaber des Europa-Park, betonte: „Sowohl die ESA als auch der Europa-Park stehen für europäischen Geist, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Innovation und Qualität. Große Ideen entstehen dort, wo Menschen gemeinsam an einer geteilten Vision arbeiten. Seit Jahrzehnten zeigt die ESA eindrucksvoll, welches Potenzial Europa entfalten kann, wenn Staaten ihr Wissen bündeln und gemeinsam handeln. Auch der Europa-Park versteht Europa nicht nur als Thema, sondern als Teil seiner Identität.“
Die neue Vereinbarung knüpft an frühere gemeinsame Formate wie die Science Days und die ESA Open Days an. Zugleich schafft sie den institutionellen Rahmen für künftige Projekte, die europäische Raumfahrt mit Bildungsarbeit und öffentlicher Vermittlung verbinden sollen.
Angestoßen wurde die Initiative vom ESOC-Strategieteam, das den Austausch mit dem Europa-Park suchte, um auszuloten, wie dessen Erfahrung bei der Konzeption publikumswirksamer Besuchserlebnisse in die Entwicklung des künftigen ESA-Besucherzentrums einfließen könnte. Bereits die ersten Gespräche machten deutlich, dass das Potenzial der Zusammenarbeit weit über einzelne Projekte hinausreicht.
Quelle: www.esa.int/newsroom