Bundeswehr: 35 Milliarden-Plan mit Spionagesatelliten, Raumflugzeugen und Laserwaffen – KMU und LSI aus Deutschland und Europa bevorzugt

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Am 3. Februar 2026 stellte Generalmajor Michael Traut, Leiter des deutschen Weltraumkommandos, offiziell einen umfassenden Investitionsplan in Höhe von 35 Milliarden Euro vor, um die militärische Raumfahrtarchitektur Deutschlands bis 2030 grundlegend zu modernisieren.

Der Plan umfasst Spionagesatelliten, Raumflugzeuge sowie Lasersysteme, die den Schutz deutscher und verbündeter Anlagen im Orbit gewährleisten sollen. Herzstück der Initiative ist SATCOM Stage 4, eine sichere, verschlüsselte Militärkonstellation aus über 100 Satelliten. Dieses Netzwerk folgt der Architektur der US Space Development Agency (SDA) und nutzt den niedrigen Erdorbit (LEO) für hochleistungsfähige Kommunikation und Raketenverfolgung.

Im Gegensatz zu bisherigen deutschen Militärsatelliten auf GEO setzt Stage 4 auf eine Proliferated Low-Earth Orbit (pLEO)-Architektur. Die Konstellation wird 100 bis 200 Satelliten umfassen, die darauf ausgelegt sind, Panzer, Schiffe, Drohnen und einzelne Soldaten in Echtzeit miteinander zu vernetzen.

Die Satelliten orientieren sich am „Warfighter Space Architecture“-Modell der US Space Development Agency und bieten latenzarme Kommunikation hoher Bandbreite sowie fortschrittliche Fähigkeiten zur Raketenverfolgung. Das pLEO-Design stellt sicher, dass – Prinzip Internet – der Ausfall einzelner Satelliten durch Bedrohungen oder technische Defekte das Gesamtnetzwerk nicht gefährdet.

In einem wichtigen Schritt für die heimische Industrie spricht Rheinmetall derzeit mit OHB über eine gemeinsame Bewerbung für zukünftige Militärprojekte im Rahmen dieses Programms. Ein zentrales Merkmal der deutschen Strategie ist der Fokus auf nicht-destruktive Störungen, um die Entstehung von Weltraummüll zu vermeiden und internationale Normen einzuhalten. Das Programm setzt auf Systeme, die gegnerische Raumfahrzeuge blenden oder stören und auch auf die Kontrolle von Bodenstationen abzielen.

Deutschland wird zudem kleine, hochbewegliche „Inspektor-Satelliten“ einsetzen, die dazu dienen, feindliche Objekte im Orbit zu beobachten – eine Fähigkeit, die bereits von Russland und China demonstriert wurde. Traut betonte, dass das Ziel eine Abschreckungshaltung sei: Deutschland wird keine zerstörerischen Waffen im All stationieren, ist aber bereit, auf Aggressionen im Weltraum durch elektromagnetische, optische und Laser-Maßnahmen zu reagieren.

Die Investition markiert einen Wendepunkt in der deutschen Verteidigungspolitik. Sie geht über die reine Unterstützung hinaus und schafft unabhängige, missionskritische Fähigkeiten. Durch die Finanzierung dieser umfassenden Architektur will Deutschland seine Abhängigkeit von verbündeten Systemen für Frühwarnung, Aufklärung und Kommunikation beenden, um nicht ohne eigene Fähigkeit zur orbitalen Lageerkennung im Ernstfall auch blind agieren zu müssen.

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Quelle: https://wsau.com/2026/02/03/germany-eyes-lasers-spy-satellites-in-military-space-spending-splurge/