Klartext Raumfahrt

Nihil fit sine causa

ESA-Astronaut Marcus Wandt kehrt von seiner ersten Weltraummission zurück

Der schwedische ESA-Projektastronaut Marcus Wandt und die Axiom 3-Crew kehrten am 9.2. zur Erde zurück und beendeten damit seine Muninn-Mission zur Internationalen Raumstation (ISS).

Das SpaceX Dragon-Raumschiff koppelte am 7. Februar 2024 um 15:20 Uhr MEZ autonom von der Raumstation ab. Nach einer Reihe von Deorbit-Zündungen trat das Raumfahrzeug in die Erdatmosphäre ein und entfaltete seine Fallschirme für eine Wasserlandung vor der Küste Floridas am 9. Februar um 14:30 Uhr MEZ.

Die Besatzung von Axiom-3 startete am 18. Januar 2024 und verbrachte 18 Tage an Bord der Raumstation (20 Tage im All). Marcus wurde von seinem ESA-Astronauten-Kollegen Andreas Mogensen, dem derzeitigen Kommandanten der Station, an Bord begrüßt.

„Während seiner fast dreiwöchigen Zeit auf der Raumstation führte Marcus eine Reihe von Experimenten durch, die der schwedischen und internationalen Forschung zugute kamen. Durch seinen Raumflug hat er dazu beigetragen, dass Schweden eine führende Nation im Bereich des Weltraumwissens bleibt. Er ist auch eine Inspirationsquelle für eine ganze Generation schwedischer Naturwissenschaftler“, sagte Anna Rathsman, Generaldirektorin der schwedischen Raumfahrtbehörde, anlässlich der Rückkehr von Marcus.

„Schwedens schnelle und solide Entscheidungsfindung ist das Herzstück des Erfolgs der Muninn-Mission. Marcus‘ Fast-Track-Mission als ESA-Projektastronaut hat gezeigt, dass Europa durch die ESA agil und flexibel sein kann und bereit ist, sich an einer sich verändernden Landschaft der bemannten Raumfahrt zu beteiligen“, fügte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher hinzu.

„Diese Mission der ersten Stunde hat unseren Zugang zum Weltraum diversifiziert, wichtige Wissenschaft und Forschung beschleunigt und geholfen, Erfahrungen mit neuen Partnern zu sammeln. Die Muninn-Mission hat die ESA und Europa besser auf eine Post-ISS-Zukunft vorbereitet“, so Josef Aschbacher.

Im Rahmen seiner Muninn-Mission unterstützte Marcus zahlreiche europäische und viele weitere internationale Experimente in der Schwerelosigkeit. Er wird nun direkt nach Köln fliegen, wo er vom ESA-Raumfahrtmedizinteam überwacht wird, während er sich im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA und in der ‚:envihab‘-Einrichtung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) an die Schwerkraft der Erde gewöhnt.

Derzeit ist vorgesehen, dass Marcus heute früh am 10. Februar um 08:30 Uhr MEZ im Herzen des rheinländischen Karnevals in Köln eintreffen wird.