ESA Industry Space Days 2026 rücken Europas Raumfahrtgeschäft in den Fokus

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Noordwijk. Die europäische Raumfahrtbranche trifft sich am 16. und 17. September 2026 zu den Industry Space Days der Europäischen Weltraumorganisation ESA am ESTEC-Standort im niederländischen Noordwijk. Unter dem Motto „Space for Business Opportunities“ will die ESA Unternehmen, Start-ups, kleine und mittlere Betriebe, Forschungseinrichtungen, Investoren und institutionelle Partner zusammenbringen – mit einem klaren Ziel: Kooperationen anbahnen, künftige Programme sichtbar machen und neue Geschäftschancen im Raumfahrtsektor erschließen.

Die Veranstaltung gilt als eine der wichtigsten europäischen Plattformen für den Austausch zwischen ESA und Industrie. Im Mittelpunkt stehen vorab geplante persönliche B2B-Gespräche, eine Ausstellung mit ESA- und Industriepräsenz, Keynotes, Paneldiskussionen sowie Präsentationen zu künftigen Aktivitäten und Beschaffungsmöglichkeiten der Agentur.

ESA-Führung stellt Prioritäten und Programme vor

Den Auftakt bildet eine Eröffnungsbotschaft von ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. Anschließend gibt Dietmar Pilz, Director of Technology, Engineering & Quality und Leiter von ESTEC, einen Überblick über den Standort und die technologischen Aktivitäten der ESA. Das weitere Programm des ersten Tages führt durch zentrale Arbeitsfelder der Agentur: Industriepolitik und Beschaffung, Raumtransportsysteme, Kommerzialisierung, Resilienz, Navigation und Konnektivität, Operations, Exploration, Erdbeobachtung und Wissenschaft.

Damit legt die ESA den Schwerpunkt nicht allein auf einzelne Missionen, sondern auf die strategischen Linien ihrer künftigen Zusammenarbeit mit der Industrie. Für Unternehmen bietet das Programm die Gelegenheit, frühzeitig zu erkennen, welche technologischen Kompetenzen gefragt sein werden und in welchen Bereichen neue Beteiligungs- und Liefermöglichkeiten entstehen könnten.

Finanzierung, Mittelstand und Partnerschaften als Schwerpunkte

Ein besonderes Gewicht erhält der Zugang zu Finanzierung. Geplant sind Beiträge zu europäischen Finanzierungsinstrumenten sowie eine Session zu „Access to European Finance“ mit Beteiligung von ESA, Europäischer Investitionsbank, DG DEFIS und EUSPA. Für junge Unternehmen und wachstumsorientierte Anbieter kann dieser Programmpunkt besonders relevant sein, weil er institutionelle Raumfahrtprogramme mit Investitions- und Skalierungsperspektiven verbindet.

Auch kleine und mittlere Unternehmen stehen im Fokus. Eine eigene SME-Paneldiskussion sowie die Organisation der Veranstaltung durch den SME-Bereich innerhalb der ESA-Direktion für Kommerzialisierung, Industrie und Wettbewerbsfähigkeit unterstreichen den Anspruch, nicht nur etablierte Raumfahrtkonzerne, sondern das gesamte europäische Ökosystem einzubinden.

Matchmaking als Kern des Formats

Neben dem Bühnenprogramm ist das strukturierte Matchmaking ein zentrales Element der Industry Space Days. Die Teilnehmenden können über eine B2B-Plattform gezielt Gespräche vereinbaren, Produkte und Dienstleistungen vorstellen und Kontakte zu möglichen Partnern, Auftraggebern und Investoren knüpfen. Ergänzt wird dies durch eine Ausstellung, die den direkten Austausch zwischen ESA, Industrie und weiteren Akteuren erleichtert.

Die ESA positioniert die Industry Space Days damit als Arbeitsplattform für ein Raumfahrtumfeld, das zunehmend kommerzieller, vernetzter und wettbewerbsorientierter wird. Wer an europäischen Raumfahrtprogrammen mitwirken, neue Kunden gewinnen oder sich über künftige technologische Prioritäten informieren möchte, findet in Noordwijk einen kompakten Zugang zu Entscheidungsträgern, Programminformationen und Marktchancen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro pro Person zuzüglich Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind der Zugang zur Veranstaltung, die Nutzung der B2B-Plattform, Shuttle-Services, zwei Mittagessen sowie eine Networking Reception. Die Ausstellungsflächen sind nach Angaben der Veranstalter bereits ausgebucht; das Programm ist vorläufig und soll bis zur Veranstaltung weiter aktualisiert werden.

Für die deutschen Raumfahrt-KMU sind ihre Branchenorganisation Best of Space und Klartext Raumfahrt vor Ort mit Personal und Stand vertreten.