Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) beauftragt OKAPI:Orbits mit der Leitung eines Projekts, das Weltraumverkehrskoordinierung und Luftverkehrsmanagement enger verzahnt. Der Auftrag gilt als wichtiger Schritt hin zu integrierten Abläufen – vor dem Hintergrund zunehmender Start- und Wiedereintrittsaktivitäten.
An dem Vorhaben beteiligt sind das Institut für Raumfahrtsysteme der Technischen Universität Braunschweig (TU Braunschweig) sowie das Institut für Flugführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Auslöser ist die wachsende Schnittmenge zwischen Raumfahrt und ziviler Luftfahrt: Mehr Starts, größere Satellitenkonstellationen und häufigere Wiedereintritte erhöhen den Koordinationsbedarf. Luftverkehrsbehörden müssen Raumfahrtoperationen künftig frühzeitig, verlässlich und nach einheitlichen Standards einplanen und steuern können.
OKAPI:Orbits, TU Braunschweig und DLR bearbeiten dazu zentrale Bausteine für die Systemintegration: realistische Einsatzszenarien für Starts und Wiedereintritte, Verfahren zur Quantifizierung von Unsicherheiten sowie Werkzeuge, mit denen das Luftverkehrsmanagement flexibel auf Raumfahrtaktivitäten reagieren kann.
Die geplante Schnittstelle soll sowohl Regelbetrieb als auch Störfälle abdecken – von kontrollierten bis zu unkontrollierten Wiedereintritten. Zudem entstehen Prototyp-Software und Visualisierungstools, die Risiken aus dem Weltraumverkehr in konkrete Lagebilder und Handlungsempfehlungen übersetzen. So sollen Entscheidungen nahezu in Echtzeit möglich werden. Das Projekt gilt damit als weiterer Meilenstein für integrierte Luft- und Raumfahrtoperationen in Europa.
Die Partner bringen komplementäre Kompetenzen ein: Die TU Braunschweig steuert ihre langjährige Forschung zu Raumfahrtsystemen und Missionssicherheit bei – insbesondere in Orbitaldynamik und Risikomodellierung. Das DLR ergänzt seine Expertise in Technologien und Betriebskonzepten des Luftverkehrsmanagements und stellt die Anschlussfähigkeit an bestehende ATM-Strukturen sicher.
OKAPI:Orbits bringt darüber hinaus Erfahrung im Weltraumverkehrsmanagement und in der Space Situational Awareness ein. Das Unternehmen entwickelt bereits heute Lösungen, mit denen Satellitenbetreiber Missionen sicher und nachhaltig planen können.