Russland „fängt Europas Schlüssel-Satelliten ab“ und setzt NATO-Satelliten aufs Spiel

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Am 4. Februar 2026 berichteten europäische Geheimdienste und Raumfahrtagenturen über eine Reihe aggressiver „Satelliten-Abfangmanöver“ durch Russland, die die orbitalen Infrastrukturen der NATO in nie dagewesenem Ausmaß gefährden. Sicherheitsexperten in Europa gehen davon aus, dass in den vergangenen drei Jahren mindestens 17 bedeutende europäische Satelliten von russischen SIGINT-Raumfahrzeugen (Signals Intelligence) beschattet oder kompromittiert wurden. Dies schürt die Angst, dass Moskau nicht nur geheime Daten stehlen, sondern die Satelliten sogar kapern und sie „zurück zur Erde schicken“ könnte.

Putins Abfangmanöver: Europas Schlüssel-Satelliten im Fadenkreuz

Die Hauptakteure dieser orbitalen Spionage sind die russischen Satelliten Luch-1 (gestartet 2014) und Luch-2 (gestartet 2023). Nach Angaben des französischen Raumlageunternehmens Aldoria hat Luch-2 riskante Annäherungsmanöver durchgeführt und sich wochenlang in einem Abstand von 20 bis 200 Kilometern zu sensiblen geostationären (GEO) Satelliten aufgehalten. Generalmajor Michael Traut, Leiter des Weltraumkommandos der Bundeswehr, bestätigte, dass diese russischen Satelliten vermutlich „Command Links“ abfangen – also die unverschlüsselten Kommunikationskanäle, über die ältere Satelliten Befehle vom Boden erhalten.

Die Hacker-Bedrohung: Von Spionage zu kinetischem Chaos

Die Schwachstelle liegt im veralteten Design vieler europäischer Satelliten. Zahlreiche kritische Systeme, die Europa, Afrika und den Nahen Osten versorgen, wurden vor Jahren gestartet und verfügen weder über moderne Verschlüsselung noch über robuste Cybersicherheitsmaßnahmen. Geheimdienstler warnen, dass Russland, wenn es gelingt, diese unverschlüsselten Kommandosequenzen aufzuzeichnen und zu analysieren, einen sogenannten „funktionalen Kill“ der Hardware auslösen kann.

  • Bahnmanipulation: Indem Russland eine Bodenstation imitiert, könnten sie einem Satelliten falsche Befehle für die Triebwerke senden und ihn so aus seiner Umlaufbahn drängen.
  • Gezieltes De-Orbiting: Im Extremfall könnten gekaperte Befehle den Satelliten dazu bringen, seinen restlichen Treibstoff zu verbrennen, was dazu führt, dass er in der Atmosphäre verglüht oder unkontrolliert auf die Erde stürzt.
  • Orbitale Kollisionen: Fehlgeleitete Satelliten könnten in die Bahn anderer wertvoller Objekte gelenkt werden und so eine Kettenreaktion von Trümmerteilen – das sogenannte „Kessler-Syndrom“ – auslösen.

Ausbau der „Schatten“-Konstellation

Westliche Behörden beobachten zudem die neu gestarteten Satelliten Cosmos 2589 und Cosmos 2590, die offenbar ähnliche Manövrierfähigkeiten wie die Luch-Serie besitzen. Diese „Inspektor“-Satelliten gelten als Teil von Russlands hybrider Kriegsführung, vergleichbar mit der Sabotage von Untersee-Internetkabeln. Während Luch-1 im Januar 2026 Berichten zufolge fragmentierte oder einen Antriebsfehler erlitt, deutet das Auftauchen neuer Cosmos-Einheiten darauf hin, dass der Kreml seine Fähigkeit, europäische Weltraumressourcen als Geiseln zu nehmen, weiter ausbaut.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius warnte, dass Satellitennetze die „Achillesferse moderner Gesellschaften“ seien. Ein Angriff auf diese Systeme könnte ganze Nationen lahmlegen, indem GPS, Bankwesen und gesicherte militärische Kommunikation ausgeschaltet werden.

Zielobjekttyp

SIGINT-Risikoniveau

Mögliche Konsequenzen

Legacy Comms Sats

Hoch (Unverschlüsselt)

Abfangen von Regierungs-/Militärdaten

Ziviles TV/Internet

Mittel

Netzausfälle und Bahnabweichungen

Militärische Aufklärung

Niedrig (Gehärtet)

Rendezvous- und Annäherungsüberwachung

Bodenstationen

Kritisch

Hintertür-Zugriff auf das gesamte Kontrollsystem

 

 

Quelle: https://news.satnews.com/2026/02/04/russia-intercepts-europes-key-satellites-placing-nato-satellite-at-risk/